Schwerer Busunfall auf A9 erfordert Zusammenarbeit der Rettungskräfte
Nach einem schweren Busunglück bei Dessau wurden die Betroffenen stundenlang von Helfern verschiedener Organisationen im Hotel Fürst Leopold betreut.
Der schwere Aufprall überraschte sie im Schlaf. Die dänische Reisegruppe war im Doppelstockbus auf der A9 unterwegs auf der Fahrt von Kopenhagen zum Skiurlaub in Österreich, als der Fahrer in Höhe der Autobahnausfahrt Dessau-Süd auf schneeglatter Fahrbahn um ein Uhr nachts die Kontrolle über den Bus verlor und gegen die Mittelleitplanke aus Beton prallte.
Durch die Wucht der Kollision kippte der Doppelstockbus auf die Seite. Zwei Frauen und ein Mann erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Kurze Zeit später trafen die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr, die DRK-Rettungsdienste der Städte Bitterfeld und Dessau-Roßlau sowie die Sondereinsatzgruppe des DRK in Bitterfeld und die Polizei am Unglücksort ein, um die größtenteils aus Jugendlichen bestehende Gruppe aus dem verunfallten Bus zu befreien.
Die Verletzten wurden vom Rettungsdienst in Kliniken in Dessau-Roßlau, Bitterfeld und Halle transportiert. Ein herbei gerufener Linienbus der Dessauer Verkehrsbetriebe brachte die Unverletzten nach Dessau in das Hotel Fürst Leopold. Dort fanden sie Unterkunft, Verpflegung und seelischen Beistand.
Neben dem Team der Notfallseelsorge kümmerten sich vier Helfer des DRK-Sanitätszuges um die Betroffenen. Sie versorgten kleinere Verletzungen und verteilten Schuhe, Hosen und Jacken an die Jugendlichen.
Erst am Sonntag brachten zwei Ersatzbusse die Jugendgruppe und deren Betreuer zurück nach Dänemark.

